Dicke Gänge - dünne Ausdauer
Bislang hatten die meisten Hobbyfahrer bei den Kurbeln keine Wahl - im Regelfall wurde eine Standartkurbel mit 53 und 39 Zähnen montiert. Neuerdings sieht man jedoch immer öfters eine 3-fache Kurbel (drei vordere Kettenblätter) oder eine Kompaktkurbel mit 50 auf 34 Zähnen. Welche Vorteile bieten nun diese Varianten für den Hobbyfahrradfahrer.
Grundlagen:
- Unter Sportwissenschaftler gilt es als erwiesen, dass die Untergrenze der Kurbelumdrehungen für eine Dauerleistung auf dem Rad bei 75-80 Umdrehungen pro Minute liegen soll. Liegt die Trittfrequenz darunter erhöht sich der Anteil des Kraftanteils überproportional, der Muskel übersäuert und der Radfahrer ermüdet zu schnell und gibt vielleicht auf.
- Das dauerhafte Stehvermögen eines Hobbyrennradfahrers liegt bei den meisten bei ca. 200 Watt bis max. 250 Watt.
Ein Beispiel:
Ein 70 kg schwerer Rennradler, ausgerüstet mit einer Standartkurbel, will eine längere Steigung mit 10 % bewältigen. Will er dabei die oben genannte Trittfrequenz von über 70 Umdrehungen pro Minute einhalten, so muss er einen Krafteinsatz von über 300 Watt erbringen. Und von 300 Watt Dauerleistung auf dem Rad können die meisten Hobbyradler nur träumen.
Wenn er langsamer hochfährt, mit einer Geschwindigkeit von 8-10 km/h, so hat er mit kleinsten Übersetzung seiner Standartkurbel noch max. 40 Umdrehungen pro Minute, was wiederum zu einer sehr schnellen Ermüdung des Muskels führt.
Die Rettung diese Problems liegt auch nicht in einem leichteren Rad: eine Reduktion des Gewichts um 2 kg, bringt gerade mal eine Einsparung am Krafteinsatz von ca. 15 Watt.
Lösungen:
Die Kompaktkurbeln bieten eine Lösung aus diesem Dilemma. Mit zwei Kettenblättern - gängig ist die Abstufung 50 auf 34 - verschieben sich die Übersetzungen in Richtung der Gänge die Hobbyfahrer wirklich fahren können und von der Trittfrequenz fahren soll. Darüber hinaus bleibt die klassische Rennradoptik erhalten und der Überblick über das Gängemenue mit 18 - 20 Gängen bleibt übersichtlich.
Das breiteste Übersetzungsspektrum biete jedoch die Dreifachkurbel mit engen Abstufungen für jedes Gelände. Es ergeben sich jedoch viele Überschneidungen und der Schaltkomfort ist geringer. Letztendlich ist sie jedoch für die meisten Hobbyradler für bestimmte Streckenprofile die einzig vernünftige Lösung.
Fazit:
Die Gesetze der Sportwissenschaft gelten auch für den Hobbysportler und Zahlen lügen nicht. Es erstaunt schon dass die Fahrradindustrie bisher nur im geringen Maße auf die Bedürfnisse der Hobbysportler eingegangen ist und sich ausschließlich dem Leistungsmaß der oberen Klasse angepasst hat.
Jedem Sportler muss klar sein, um eine optimale Leistung zu erbringen bleibt als Lösung nur eine konsequente bergtaugliche Übersetzung. Und wie die aussieht muss jeder nach seinem eigenen körperlichen Voraussetzung für sich selber entscheiden. Das Fahrrad sollte nicht nur schön sportlich aussehen, sondern sich auch am Leistungsvermögen des Radlers orientieren.
Tipps zum Laufen
Tipps für effektives Laufen
- Baue mindestens einmal die Woche in einen Lauf Koordinationstraining mit ein. Bevor du anfängst Kilometerumfänge ins Unendliche zu steigern, solltest du an deinem Laufstil arbeiten, um so ökonomisch und kraftsparend wie nur möglich zu laufen.
- Erhöhe deine Schrittfrequenz. Je kürzer die Bodenkontaktzeit und je flüssiger der Schritt, umso schneller läufst du. Topläufer machen 180-200 Schritte in der Minute. Zähle selber nach und taste dich langsam ran.
- Baue Steigerungen im Anschluss an einen Dauerlauf ein, Länge zwischen 80 und 150 Metern mit Schwerpunkt auf erhöhte Schrittfrequenz und sauberer Bewegungsausführung.
- Variiere dein Training ständig. Ein Körper, der immer den gleichen Reiz vorgesetzt bekommt, langweilt sich zu Grunde und die Leistung stagniert