Neues aus dem SVH-Tierleben: Das Ehrenamt
Die Spezies des „Ehrenamtes“ zeichnet sich aus durch ein äußerst dickes Fell mit denen er alle Angriffe abwehrt und das er dringend braucht. Sein Fressverhalten ist sehr genügsam. Meist begnügt er sich mit einem lauen Händedruck, ein paar netten Worten und gelegentlich gönnt er sich den Leckerbissen eines Silvesterempfanges oder einer Spendenquittung. Im Vereinswald hat unsere heutige Tierart trotz seines aufgeblähten Namens meist gar nichts zu sagen. Deshalb sind seine Laute meist nur leise, motivierend und einschmeichelnd, allseits darauf bedacht, jedem Recht zu geben und keinen vor sein Hirschgeweih zu stoßen. Kommt er dann aus der Vereinswildbahn in seinen heimischen Bau zurück, muss er dort seinen Frust ablegen, meist zum Ärgernis des Muttertiers und der kleinen Welpen. Die natürlichen Feinde des „Ehrenamtes“ im Vereinswald sind die weit bekannte Wildsau „Egoismus“ und das Faultier „Gleichgültigkeit“. Diese Beiden machen es der wertvollen Spezies immer schwerer neue und motivierte Nachkommen und Nachfolger zu finden.
Herbert Krug
Er ist fast schon ein alter Hase als Fußball-Jugendtrainer beim SV Herlazhofen.
Selbst hat er als Jugendlicher nicht beim SVH gespielt. Seinen Einstand feierte „Hebbe“ 1991, nachdem er vom SV Gebrazhofen zu Herlazhofen wechselte. Im Jahr 2000 legte „Hebbe“ mit seinem Amt als Jugendtrainer der damaligen D-Jugend los. Seitdem ist er, mit Ausnahme einer einjährigen Auszeit, mit Leidenschaft als Jugendtrainer unterwegs. Neben seinem großen Engagement im Jugendbereich, war er zwischenzeitlich auch drei Jahre lang als Beisitzer im Gesamtausschuss vertreten.
Seine Motivation sieht er darin, das wichtigste Kapital eines Vereins, Kinder und Jugendlichen zu fördern, um diese langfristig an den Verein zu binden.
Träume und Wünsche wären für ihn, neben der deutschen Meisterschaft des 1. FC Nürnberg, dass sich für die Zukunft des Jugendbereichs, leichter und mehr Trainer finden lassen würden.
Volker Schlipp
Volker Schlipp ist Leutkircher und verheiratet. Er ist 39 Jahre alt und fährt seit er 16 Jahre alt ist mit dem Einrad. Die Liebe zum Sport und der Umgang mit Kindern brachten ihn auf die Idee, der Übungsleiterassisent von Margit Schwägele zu werden und leitet mittlerweilen selbständig die Gruppe an. Außer der Liebe zum Sport hat er noch Zeit für seine Hobbies Radfahren, Badminton und Joggen. Wie und was ihn zum Ehrenamt brachte, gab der bei folgender Befragung an:
topfit: Warum bist du SVH-Mitglied geworden?
Volker: Weil der SVH auch ein Verein ist, in dem man Einrad fahren kann. Da war die Vereinszugehörigkeit für mich Ehrensache.
topfit: Wie lange bist du schon im Ehrenamt und welche Ämter hast du beim SVH bisher ausgeübt oder in welchen bist du immer noch tätig?
Volker: Meine Übungsleiterausbildung als Langlauftrainer habe ich 1991 gemacht. Die Trainertatigkeit habe ich bei der Skiläuferzunft 10 Jahre ausgeübt. Bei der Einradgruppe bin ich seit 1995. Seit März 2011 bin ich Beisitzer in der Gymnastikabteilung.
topfit: Wer steht dir bei deiner wöchentlichen Übungsstunde zur Seite?
Volker: Bis zu den letzten Sommerferien wurde ich von Nadine und Tamara Kleine unterstützt, da beide nun in den Berufsalltag eingestiegen sind, bin ich zurzeit alleine.
topfit: Wie viele Kinder sind in Deiner Übungsstunde?
Volker: Vor den Ferien waren es zwischen 13 und 20 Kinder, doch momentan kommen nur ca. 7 Kinder.
topfit: Woran kann dieser „Einbruch“ liegen?
Volker: Viele Kinder haben nun am Dienstag Nachmittagsschule und ihnen ist es zuviel dann noch ins Einrad zu gehen. Auch sind Orchesterproben und Musikunterricht fast zeitgleich, da müssen die Kinder sich entscheiden.
topfit: Welche sportlichen Angebote nimmst du selbst wahr?
Volker: Die Kursangebote beim SVH finde ich super. Ich habe an einem Flexibar-Kurs teilgenommen.
topfit: Was bringt dir dieser Übungsleiter-Job persönlich/privat?
Volker: Mir macht es Spaß mit Kindern zu arbeiten und außerdem habe ich dann auch immer einen Grund, regelmäßig Einrad zu fahren.
Vielen Dank für deinen Einsatz beim SVH und weiterhin viel Erfüllung in deinem Ehrenamt, lieber Volker.
Die Gymnastikabteilungsleitung hofft natürlich sehr, dass die Einradgruppe wieder neuen Zulauf bekommt und dass wir eine oder einen Assistenten für unseren Volker findet.
Claudia Schneider
topfit: Seit wann bist du Mitglied und wie bist du zum SV Herlazhofen gekommen?
Claudia: Ich bin ungefähr seit 13 Jahren im Verein. Mich hat Herlazhofen schon immer sehr interessiert, aber in den Verein kam ich durch meinen damaligen Nachbar und heimlichen Trainingspartner in Leutkirch: Gerd Ehrlich.
topfit: Wie lange begleitest du schon ein Ehrenamt (Funktionärin, Trainerin) und welche Ämter hast du beim SVH bisher ausgeübt oder in welchen bist du immer noch tätig?
Claudia: Anfangs war ich Schriftführerin, danach einige Jahre Jugendwart und parallel dazu begann ich dann Kinder zu trainieren. Diese Funktion gefällt mir eindeutig am besten!
topfit: Der Nachwuchsboom, der in Herlazhofen vor vielen Jahren entstanden ist, wird eng mit deinem Namen verbunden. Wie hast du es geschafft, so viele Kinder und Jugendliche fürs Tennis zu begeistern und zum SVH zu locken?
Claudia: Ein Bonus ist höchstwahrscheinlich mein Erzieherberuf, ich sitze an der Quelle, ich kenne unglaublich viele Kinder und den Eltern bin ich auch nicht unsympathisch. Nein – Scherz beiseite, aber viele fühlen sich wohl, wenn sie wissen, die Trainerin ist ganz okay!
topfit: Welche Erinnerungen sind dir von den letzten Jahren als Trainerin geblieben?
Claudia: Oh, ich habe unzählige Erinnerungen, die hat man mit Kindern immer. Es gibt tausende „Lacher“ und diese tragen dazu bei, weiter aktiv das Training zu gestalten und dabei zu bleiben.
topfit: Wie siehst du die Entwicklung im Jugendbereich beim SVH und glaubst du, dass es auch in Zukunft möglich ist, so viele Kinder und Jugendliche vom Tennis zu begeistern?
Claudia: Ich finde die Entwicklung enorm und wenn ich denke, wer alles aktiv Kinder und Jugendliche trainiert. Ohne Denise Fesenmayr, Gregor Falter und Paul Groseker wäre dies nicht möglich und macht dies so bemerkenswert.
topfit: Es wird ja immer schwieriger, Ehrenamtliche für Sportvereine zu finden. Neben zusätzlicher Arbeit (hat es oft aber auch) kann es aber auch einen Nutzen für den Einzelnen haben. Hat dir das Ehrenamt in den ganzen Jahren etwas gebracht und zurückgegeben? Konntest du auch im privaten und geschäftlichen Bereich davon profitieren?
Claudia: Mir macht es ganz einfach Spaß etwas „ Gutes“ zu tun und wenn ich jetzt die “Großen“ anschaue bin ich auch stolz und weiß, es ist nicht ganz falsch was ich angefangen habe.
Wie hat mein Meister Falter gesagt:“ In so etwas kann man auch reinwachsen“, als ich mir nicht so recht zugetraut habe, Kinder zu trainieren. Ich habe unglaublich viel dazugelernt und mich Schritt für Schritt in diese ganze Tennismaterie eingelesen, mich fortgebildet und versucht dies kindgemäß umzusetzen. Es hat sich gelohnt, ich habe somit sehr viel profitiert!
topfit: Du bist ja nicht nur im ehrenamtlichen Einsatz, sondern seit vielen Jahren spielst du auch sehr erfolgreich in der Damenmannschaft. Zur Zeit seid ihr die Mannschaft, die am höchsten spielt in Herlazhofen. Welche Erfolge oder Erinnerungen hast du noch an die Verbandsrundenspiele der letzten Jahre?
Claudia: Ich erinnere mich immer, das wir als Mannschaft immer sehr fair sind und das bei uns immer eine sehr gute Stimmung herrscht. Mich persönlich hat es gelassener gemacht, mit jeder Niederlage wächst man auch wieder. Jetzt spiele ich oft lockerer auf und bin erfolgreicher!
topfit: Welche Ziele hast du dir für die Zukunft im Tennis und für das Ehrenamt beim SVH gesteckt?
Claudia: Mein Ziel ist es noch möglichst lange Trainerin zu bleiben. Ich wünsche mir, daß die Kinder gerne kommen, ohne Leistungsdruck im Rücken, Spaß und Freude mitbringen und Tennis genauso genießen wie ich.
Vielen Dank
Franz Dorn
Seine Liebe zum Triathlon entdeckte unser Franz, als er 1985 als aktiver Fussballer zum Streckenposten beim damaligen Moorbadtriathlon eingesetzt war. Er war begeistert, wie topfit diese Sportler sind und wollte dies auch versuchen. Einzig das Schwimmen ist bis heute die Disziplin, über die er so gar nicht gerne sprechen will. Beim Radfahren hat er sich schnell zum berühmt-berüchtigten „Cappuccino-Gruppenführer“ hochgearbeitet; diese Qualitäten beweist er alljährlich im Trainingslager und bei den wöchentlichen Radausfahrten. Dass Franz nicht nur ein einfacher Schatz in der Abteilung, sondern sogar ein „Schatzmeister“ ist, beweist er seit knapp 19 Jahren erfolgreich als selbiger der Triathlon-Abteilung.
Topfit: Wie bist du zum Amt des Schatzmeisters gekommen?
Franz: Anno 1992 ist man in der Triathlon-Abteilung auf mich zugekommen, ob ich das Amt von Hasso Oesterle übernehmen könnte. Ich hätte allerdings nie gedacht, dass ich diese Funktion so lange belegen werde, mittlerweile bin ich ja einer der Oldies im Bereich des Ehrenamtes.
Topfit: Wie umfangreich ist deine Arbeit und macht sie dir Spaß?
Franz: Gerade zu Jahresende und Jahresbeginn gibt es auch mal mehr zu tun. Ansonsten kommen halt „dò und det“ Belege hereingeflattert, die gebucht werden müssen. Mir macht die Arbeit Spaß, ich mache dies gerne für die Abteilung.
Topfit: Gerüchte sagen, dass du bei der nächsten Wahl im Jahr 2013 nicht mehr kandidieren willst?
Franz: Ich weiß nicht so genau, wie dieses
Gerücht entstanden ist. Aber es ist sicherlich so, dass „wenn mr‘ mir schee duàt“, ich das auch noch länger machen werde. „Schau mer mal…“
Topfit: Dann wissen wir ja jetzt, was wir zu tun haben! Meine Kaffee-Einladung an dich auf Mallorca ist jedenfalls gesichert. Dir ein herzliches Dankeschön für deine wertvolle Arbeit. Mach weiter so, Leute wie dich brauchen wir!
Walter Schwarz
topfit: Wann hattest Du den ersten Kontakt mit dem SV Herlazhofen?
Walter: Los ging es 1979, nachdem die meisten meiner Kumpels bereits im Fußballverein spielten, war es für mich klar, dass ich da auch hin musste. So habe ich im Alter von 10 Jahren in der D-Jugend beim SVH das Kicken angefangen.
topfit: Hast Du während deiner Zeit als aktiver Fußballer auch einmal für einen anderen Verein als den
SV Herlazhofen gespielt?
Walter: Nein, mein Engagement galt immer dem SVH, denn ich war und bin durch und durch ein Herlazhofer. Eine Ausnahme gab es allerdings doch, diese war aber nicht zu meiner Zeit als aktiver Fußballer, sondern schon etwas früher. Damals in der A-Jugend hatten wir nicht genügend Spieler, um eine eigene Mannschaft zu stellen. Deshalb spielte ich ein Jahr lang zur Überbrückung beim FC Leutkirch.
topfit: Hattest Du beim SVH mal ein Erlebnis, von dem Du sagen kannst, an dieses werde ich mich immer gerne erinnern?
Walter: Natürlich, in der Saison 1988/1989 konnten wir die Meisterschaft in der Kreisliga B feiern.
Dies erlebt man in seiner meist langen Fußballerlaufbahn nur recht selten. Ich denke, dass jeder, der einmal eine Meisterschaft feiern durfte, egal in welcher Klasse, sich immer wieder gerne an diesen Erfolg zurückerinnert.
topfit: Was war Deine erste ehrenamtliche Tätigkeit beim SVH?
Walter: Mein erstes Ehrenamt war gleich ein recht umfangreiches. 2001 übernahm ich den Posten des Abteilungsleiters Fußball von Manfred Weber, der aus zeitlichen Gründen zurücktreten musste. Ähnlich erging es mir dann knapp zwei Jahre später auch. Durch einige Veränderungen in meinem privaten Umfeld, hatte ich nicht mehr genügend Zeit, um hundertprozentig hinter diesem Posten zu stehen und so gab ich diesen an Markus Martin weiter. Was mir aus diesem Amt bis heute geblieben ist, ist die Abwicklung und die Organisation der Spielerpässe.
topfit: Du bist in den vergangen Jahren auch immer wieder als Jugendtrainer für den SVH auf dem Platz gestanden!
Walter: Das ist richtig, die längste Zeit als Betreuer verbrachte ich von 2001 bis 2009 mit unseren Bambinis. Dazwischen war ich auch ca. zwei Jahre lang Trainer unserer 1. Mannschaft. Nach dem Traineramt der Aktiven übernahm ich von 2007 bis 2008 die E-Jugendmannschaft des SVH.
topfit: Wie siehst Du die aktuelle Entwicklung bei der Besetzung von ehrenamtlichen Tätigkeiten und was sind Deine Wünsche hierfür?
Walter: Es wird immer schwieriger, Leute zu finden, die bereit sind, ein Amt zu übernehmen. Deshalb würde ich mir persönlich wünschen, dass gerade im Bezug auf Jugendtrainer, sich vermehrt ehemalige bzw. aktive Spieler engagieren. Denn wer selbst an seine Jugend im Verein zurückdenkt, wird feststellen, dass die meisten ihrer Trainer selbst aktive Fußballer waren.
Elli Thaler
topfit: Wie lange bist du schon aktiv im Verein tätig?
Elli: Mitglied bin ich seit 1988 und Übungsleiterin seit 1996. In diesem Jahr wurde das Mutter-Kind-Turnen beim SVH gegründet. Seit 1998 bin ich nun Übungsleiterin des Vorschulturnens. Das bedeutet: 15 bis 20 Kindergartenkinder jeden Montag vom Kindi abholen und dann eine Stunde sportlich und „mütterlich“ zu betreuen.
topfit: Wer steht dir bei dieser Aufgabe zur Seite?
Elli: Das Mutter-Kind-Turnen habe ich schon mit Ulrike Tomiczek und Maria Zenger geleitet. Das Vorschulturnen mit Irma Mahler und Eva Wäckerle. Jetzt haben sich Claudia Göser und Jessica Gehmlich dazu bereiterklärt mitzuhelfen.
topfit: Woher nimmt man die vielen Ideen für das Turnprogramm?
Elli: Vom Schwäbischen Turnerbund, STB, werden immer wieder neue Fortbildungen angeboten, die über den Verein finanziert werden. Es gibt sehr viel Literatur für Sport im Kinderbereich und im Internet wird man auch immer fündig.
topfit: Welche sportlichen Angebote nimmst du selbst wahr?
Elli: Seit Anfang meiner Mitgliedschaft turne ich in der Donnerstags-Gruppe. Außerdem mache ich Step-Aerobic und im Winter Skigymnastik.
topfit: Warum bist du Mitglied beim SVH geworden?
Elli: Weil ich Spaß am Sport habe. Man knüpft neue Kontakte, nimmt aktiv am Vereins- bzw. Dorfleben teil und findet neue Freundschaften.
topfit: Profitiert man auch vom Übungsleiter-Job?
Elli: Ich finde es toll mit Kindern zu arbeiten. Die Freude der Kinder macht mich zufrieden und die Bewegung hält jung und fit.
topfit: Nimmt diese ehrenamtliche Aufgabe viel Zeit in Anspruch?
Elli: Für das Turnen muss ich 1,5 Stunden pro Woche einplanen, hinzu kommt noch die Vorbereitungszeit.
Die Gymnastikabteilung ist froh, dass es Leute wie dich gibt. Vielen Dank für deine Arbeit und bleib uns noch lange treu, auf alle Fälle mal als aktives Mitglied!
Roswitha Völlinger
Sie ist Jahrgang 1968, verheiratet und hat einen Sohn.
Seit ca. 10 Jahren ist sie Mitglied beim SVH und seitdem in der Gymnastikabteilung fest integriert. Bemerkenswert ist ihr Hobby, bei dem sie sich mit ihrem Mann dem Bogenschießen verschrieben hat. Dort nehmen sie an sogenannten Jagdturnieren teil.
Ihren sportlichen Grundstock legte Roswitha jedoch schon in jungen Jahren in Rohrdorf, wo sie ihr Talent zum Tischtennisspielen entdeckte. Leistungsbezogen spielte sie dann in Isny und Beuren in den Damenmannschaften.
So weit, so gut. Als dann innerhalb der Tisch-tennisabteilung beim SVH lange Zeit ein/e kompetente/r Jugendleiter/in gesucht wurde, war es für Roswitha beinahe selbstverständlich, dieses Amt reibungslos zu übernehmen. Seit über 5 Jahren betreut sie nun regelmäßig ca.
10 – 15 Mädchen und Jungen im Alter zwischen 10 und 15 Jahren. Jeden Donnerstag trainiert sie die Kinder, um ihnen Spaß am Tischtennisspiel und eine sportliche Perspektive zu geben.
Roswitha Völlinger – ein wenig foto- und pressescheu – arbeitet stillschweigend im Hintergrund unseres Vereins und darf somit als äußerst wertvolles Mitglied angesehen werden.
Joachim Falter
Das Ehrenamt in Herlazhofen ist eng mit dem Namen Joachim Falter verbunden. Seit 26 Jahren ist er in irgendwelcher Form für den SVH tätig. Eines seiner größten Projekte für den Gesamtverein war sicherlich der Hallenbau, an dem er maßgeblich beteiligt war. Er ist aber nicht nur als Funktionär im Gesamtverein und der Tennisabteilung tätig, sondern war über Jahrzehnte auch als Jugendtrainer in der Tennisabteilung aktiv. „Ich möchte aufhören, wenn es gut läuft und dieses Gefühl habe ich zur Zeit in der Tennisabteilung.” Mit diesen Worten verabschiedete er sich von seinen Ämtern als Kassier und stellv. Abteilungsleiter Tennis. Traurige Mienen gab es natürlich, aber auch großes Verständnis, denn wenn einer ein wenig kürzer treten darf, dann sicherlich Tschak. Als Kassier wird Willi Schwarz und als stellv. Abteilungsleiter Thorsten Braun nachfolgen. Seine Ämter im Gesamtverein behält er natürlich noch inne.
Wir haben mit ihm einmal die letzten fast drei Jahrzehnte ein bisschen Revue passieren lassen.
topfit: Du bist, glaube ich, einer der amtsältesten Ehrenamtlichen beim SV Herlazhofen. Wann bist du denn dem SVH beigetreten und seit wann hast du ein Ehrenamt inne?
Joachim: Mitglied bin ich seit 1984 und habe sofort die Pressearbeit in der Tennisabteilung übernommen. Ab 1985 wurde ich dann als Sportwart in den Ausschuss gewählt.
topfit: Wie kam es dazu, dass du als Leutkircher (Fußball, Volleyball) damals der Herlazhofer Tennisabteilung beigetreten bist?
Joachim: Das habe ich wohl meiner Frau Ingrid zu verdanken, die seit Gründung der Tennisabteilung als Kassiererin tätig war.
topfit: Welche Ämter hast du bereits belegt und von wann bis wann?
Joachim: Begonnen habe ich als Sportwart der Tennisabteilung 1985 bis 1991. Danach hab ich 1991 die Kasse der Tennisabteilung von Ingrid übernommen und sie bis März 2010 geführt. Als Tennis-Jugendtrainer bin ich 1987 eingestiegen und habe dies mit einer einjährigen Unterbrechung bis heute ausgeübt (ab Mai wird dies nun Paul Groseker übernehmen). Im Hauptverein bin ich seit 1997 als Geschäftsführer und Kassier aktiv.
topfit: Es wird ja immer schwieriger, Ehrenamtliche für Sportvereine zu finden. Neben zusätzlicher Arbeit kann es aber auch einen Nutzen für den Einzelnen haben. Hat dir das Ehrenamt in den ganzen Jahren etwas gebracht und zurückgegeben? Konntest du auch im privaten und geschäftlichen Bereich davon profitieren?
Joachim: Wenn man auf 25 Jahre Ehrenamt zurückblicken kann, hat es sicher mit zur persönlichen Entwicklung beigetragen, außerdem hat es auch eine Menge Spaß gemacht, sonst kann man es nicht so lange machen. Besondere Freude hat mir das Tennistraining mit der Jugend gemacht, die stetigen Fortschritte zu sehen, aber auch die Jugendlichen an den Verein heranzuführen und zu sehen, dass sie später ebenfalls Verantwortung für den SVH als Funktionär oder Trainer übernehmen.
topfit: Die Jugendarbeit im Tennis ist stark mit deiner Person verbunden. Wann hast du zum ersten Mal das Jugendtraining geleitet?
Joachim: 1987 habe ich die Tennisjugend von Frank Berlinghoff und Didi Widmann übernommen!
topfit: Welche Erinnerungen hast du noch an die ersten Jahre als junger Trainer?
Joachim: Zu Beginn leitete ich das Training noch alleine und mit dem Tennisboom durch Boris Becker und Steffi Graf hatte ich teilweise bis zu 40 Kinder im Training.
topfit: Vor ein paar Jahren bist du für einige Zeit aus dem Jugendtrainergeschäft ausgestiegen. Damit fiel auch die Zahl der Jugendlichen stark ab. Nach deinem erneuten Einstieg als Trainer ging es wieder steil bergauf. Wie siehst du die Entwicklung in der Jugendarbeit seit dem und wo steht sie heute?
Joachim: Dass es wieder steil bergauf ging, ist vor allem dem tollen Engagement von Claudia Schneider zu verdanken, die bei den Kindern wieder einen regelrechten Boom entfachte. Dann folgten noch Denise Fesenmayr und Gregor Falter, die weitere Trainingsgruppen übernahmen. Und mit Paul Groseker, der ab Mai 2010 meine Gruppe übernimmt, verfügt die Tennisabteilung über einen einzigartigen Trainerstab!
Schön ist auch die Entwicklung, wenn ehemalige Jugendspieler später Verantwortung in der Abteilung übernehmen. Siehe aktuell Marion Sigg, Kerstin Völk, Thommy Weber, Gregor Falter.
topfit: Auf was muss deiner Meinung nach geachtet werden, damit die Jugend des SVH auch weiterhin so stark vertreten ist?
Joachim: Die beste Voraussetzung ist das bereits erwähnte tolle Trainerteam. Wichtig erscheint mir auch den Jugendlichen den Spaß am Tennissport zu vermitteln und nicht die sportliche Leistung in den Vordergrund zu stellen. Jährliche Ausflüge, Zeltlager, etc. waren immer Highlights unserer Jugendarbeit und sollten unbedingt beibehalten werden. Auch auf die Eingliederung der Jugendlichen in den Erwachsenenbereich ist zu achten, z. B. Einbindung bei der Frühjahrsplatzbestellung, Teilnahme im Spielbetrieb bei den Verbandsspielen etc.
topfit: Neben dem großen Zeitaufwand für die ehrenamtliche Tätigkeit und die als Trainer ist bei dir selbst das Tennisspielen nicht zu kurz gekommen. Mit dir gab es einige Aufstiege mit den Herren und nicht zuletzt der Aufstieg mit den Herren 40 in die Verbandsliga. Welche Erfolge oder Erinnerungen hast du noch an die Verbandsrundenspiele deiner Karriere?
Joachim: In 20 Jahren als Spieler der 1.Mannschaft (von 1984 - 2004) gab es in der Tat einige Meisterschaften zu feiern. Herausragend für mich war der Aufstieg der Herren 40 2005 in die Verbandsklasse, der sogar 2 Jahre später mit dem Aufstieg in die Verbandsliga getoppt wurde. Mit zu den Highlights gehörten auch die vielen Feste in der Tennishütte, bei denen der ein oder andere Sieg noch lange diskutiert wurde oder sogar noch Ballwechsel im Dunkeln nachgespielt wurden bis hin zur Hymne „Rot-Weide-Trikots”!
topfit: Du warst nicht nur mit der Mannschaft erfolgreich, sondern auch als Einzelsportler. Welche Titel hast du gewonnen und wie oft?
Joachim: Für den ersten Einzeltitel musste ich bis zum 30. Lebensjahr warten, vorher ließ mich Reini Groseker nicht ran. Danach reichte es zu insgesamt 5 Clubmeistertiteln.
Deutlich größer war die Anzahl der Titel im Doppel, meist mit Ede Schwägele und einmal mit Stefan David. Auch einige Mixed-Titel waren dabei mit vielen unterschiedlichen Partnerinnen: Claudia Geissler, Margit Schwägele, Christine Schwägele, Claudia Schneider. (Ich hoffe niemand vergessen zu haben.)
topfit: Welche Ziele hast du dir für die Zukunft im Tennis und für das Ehrenamt beim SVH gesteckt?
Joachim: Mal sehen, vielleicht gibt es im Tennis dieses Jahr ein Comeback in der 1. Herrenmannschaft und ich spiele mit Gregor ein Doppel!?
Für den Gesamtverein hoffe ich auf die stetige Weiterentwicklung zu einem modernen Verein auf solider finanzieller Basis. Die personellen Voraussetzungen unserer gesamten Vorstandschaft sind dazu nahezu optimal. Eine tolle Mischung aus älteren erfahrenen Funktionären gepaart mit jungen Mitgliedern, die für neue Ideen und Schwung sorgen, sind die ideale Basis für den SVH.
Sabine Kurtz
Aber es gibt sie noch, diese wertvolle und bereichernde Gattung des Trägers eines Ehrenamtes. Einer der charmantesten und hübschesten Vertreter dieser Gattung in der SVH-Triathlonabteilung ist unsere Sabine Kurtz.
Brauchst du ein Protokoll präzise und schnell,
ist unsere Schriftführerin Sabine zur Stell’.
Fürs Jubiläum Tischdekoration und Kuchen,
Sabine macht’s, da brauchst du nicht zu suchen.
Man sucht Helfer für den Testtriathlon,
die Sabine steht an der Verpflegungsstation.
Bei Willys Folkfest Getränke ausgeben
uns scheint, Sabine hat viel Zeit im Leben.
Job, Familie, Kinder und ein Mann,
es gibt nur eine die das kann:
Sabine Kurtz immer fröhlich und charmant
Sabine, danke für Dein Ehrenamt.
Bernhard Badstuber
Als Jugendleiter organisiert Bernhard sämtliche Spieltage für die Jugendmannschaften des SV Herlazhofen. Selbstverständlich gehört zu seinen Aufgaben auch das Passwesen, die Beschaffung der Trainingsmittel und die Anmeldungen zu diversen Jugendturnieren. Bei Spieltagen, welche in Herlazhofen stattfinden, schaut er zudem noch, dass für das leibliche Wohl der Zuschauer und Fans gesorgt wird. Eine weitere und nicht immer leichte Aufgabe für ihn ist die Besetzung der Trainerstellen im Jugendbereich.
Auf die Frage nach seiner Motivation am Ehrenamt als Jugendleiter kam von ihm eine schnelle Antwort: „Spaß, es macht Spaß, sämtliche Dinge, die im Bereich Jugendarbeit anfallen, zu koordinieren und zu organisieren. Außerdem lerne ich hierbei eine Vielzahl von Menschen kennen, da ich immer wieder Ansprechpartner in den unterschiedlichsten Angelegenheiten, bzw. Fragen für Eltern und Trainer bin.“
Wer ein Ehrenamt bekleidet weiß, dass dieses Zeit oder besser gesagt, Freizeit in Anspruch nimmt.
Am Beispiel von Bernhard Badstuber ist es daher um so schöner zu sehen, dass selbst wenn man ein Amt in diesem Umfang inne hat, noch genügend Zeit (Freizeit) bleibt für weitere Hobbys. So spielt Bernhard noch aktiv Fußball in der Ersten des SVH, ist Schiedsrichter, spielt Klarinette im Musikverein Herlazhofen und wenn´s brennt, ist er mit der freiwilligen Feuerwehr Herlazhofen vor Ort.
Brigitte Gaile
Nach längerer Vereinspause – gejoggt wurde ohne Mitgliedschaft – Wiedereinstieg zum Mu-Ki-Turnen mit ihrer Tochter Vera und später mit Sohn Timo vor ca. 7 Jahren.
2006 wurde sie Übungsleiterin beim Vorschulturnen und im Jahr darauf beim Mädchen- und Bubenturnen immer donnerstags.
Seit März 2009 setzt sie sich als Beisitzerin für die Belange der Gymnastikabteilung mit ein.
Sie ist zuverlässig und stets hilfsbereit und bei den Turnkindern sehr beliebt. Auch für den Hauptverein ist sie ein Gewinn.
Brigitte selbst sagt: „Um die Freude am Sport den Kindern näher zubringen, habe ich mich entschlossen, selbst Übungsleiterin zu werden.“
